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Computergeschichte
Von der Rechenanlage zum Taschencomputer
Jill liest fasziniert einen Zeitungsartikel über die Geschichte des Computers. Sie kann sich kaum vorstellen, dass ein Computer noch vor 60 Jahren 27.000 kg wog, gibt es doch heute Laptops, die man in der Tasche trägt. Gemeinsam mit Jim vertieft sie sich in die Computergeschichte.

In dieser Lerneinheit erfährst du:

Wie sich die Rechenmaschine zum PC entwickelte
Hoch Runter

Die Geschichte der Computerentwicklung umfasst nun schon eine Spanne von ca. 60 Jahren. Dabei hat sich der Computer vom riesigen Rechenautomaten {} , welcher von seinen Ausmaßen ungefähr 3-4 Klassenzimmer gefüllt hätte und so viel wie 5 Elefanten (27t) wog, zum handlichen PC oder sogar Laptop entwickelt.

Die Abkürzung PC bedeutet „personal computer“, (Persönlicher Computer) und zeigt, dass sich auch an der Idee vom Computer als reine Rechenmaschine einiges geändert hat: Zu Beginn der Computergeschichte nutzte man die Rechner tatsächlich nur für die Verarbeitung von Zahlen.

Heute ist es für uns selbstverständlich, dass man an seinem Computer persönliche Einstellungen wie Bildschirmhintergrund, Lautstärke der Boxen usw. vornimmt - eben dass man seinen Computer steuern und für die eigenen Interessen gebrauchen kann. Um einen Computer auf diese Weise zu nutzen, benötigt man {} , mit denen man Daten eingeben kann, z.B. Maus, Mikrofon oder Tastatur. Außerdem braucht man {} , durch die man sehen oder hören kann, was man eingegeben hat, z.B. einen Bildschirm oder Lautsprecher.

Die enormen Ausmaße der ersten Rechner kamen auch durch die Verwendung von Elektronenröhren, wie sie heute noch in Fernsehgeräten verwendet werden, zustande. Im wurden ca. 18.000 solcher Elektronenröhren verwendet. An vielen Stellen wurde dieser Computer von Hand bedient. Er verbrauchte Unmengen an Energie und seine Schaltkreise produzierten genug Abwärme, um ein Wohnhaus beheizen zu können.

Debugging
Um Gebäude und Rechner abzukühlen, mussten die Wissenschaftler häufig die öffnen, da Klimaanlagen eher die Ausnahme waren. Nachts wurden Nachtfalter vom Licht und der Wärme der Rechner angezogen, verirrten sich darin und verursachten Störungen. Als man die Ursache der Probleme erkannte, begann man regelmäßig, die Rechner nach eingeklemmten Insekten (engl. ) zu untersuchen. Noch heute wird der Vorgang der Fehlerbehebung genannt.

In den 50ziger Jahre verwendete IBM in einer neuen, kleineren Rechnerserie anstelle von Elektronenröhren Transistoren. Transistoren waren zu dieser Zeit eine junge und umstrittene Erfindung. Sie können die gleiche Funktion wie eine Elektronenröhre ausführen. Doch sie sind viel kleiner, wirkungsvoller und erzeugen weniger Abwärme.

Die Erfindung des Chip
1958 und 1959 wurde von zwei verschiedenen Forscherteams eine weitere wichtige Erfindung gemacht: der Chip. Ein Chip ist ein , der mehrere Transistoren auf einer kleinen Fläche zusammenfasst. Dass ein einzelner Chip die elektronischen Schaltkreise eines ganzen Rechners enthalten konnte, war eine Sensation. Nun wurden verschiedene Kleinrechner entwickelt wie z.B. der DEC PDP 1 und der IBM System / 360.
1981 brachte IBM einen Computer heraus, der mit der Steuerungssoftware DOS () arbeitete. Eine solche Software braucht man, um seine Ein- und zu steuern, Programme auszuführen und seinen Speicher (Disk) zu verwalten. IBM stellte das neue Gerät unter dem Namen vor. Obwohl noch nichts „Persönliches“ an diesem Computer war, setzte sich die Bezeichnung PC schnell als Ausdruck für alle IBM-Rechner durch.

Die Geschichte der Computer

Wie der Papierkorb in den Computer kam
Hoch Runter

Durch die Entwicklung von Mikroprozessoren waren in den 70er und 80er Jahren weitere Neuerungen möglich: Als neues Eingabegerät entstand die Computermaus. Zum ersten Mal wurden oder eingesetzt, die auf dem Bildschirmen Symbole und verwenden. Anstelle der gab es einen grafischen Mauszeiger.

Im englischen heißt die grafische Arbeitsumgebung „Graphical User Interface“, GUI abgekürzt. Die Idee und Entwicklung dazu begann 1973 mit dem Xerox Alto am Palo Alto Research Center (PARC) der Firma Xerox. In den Handel kam das GUI jedoch erst 1981, acht Jahre später im „Xerox Star“.

Übrigens
Bei der Vorstellung des Prototyps von Xerox PARC 1973 wurde als Grafikdemo das Krümelmonster aus der Sesamstraße gezeigt.

Personal Computer
„Persönlich“ wurde es erst, als 1984 der erste Macintosh mit einem Mal- und Textverarbeitungsprogramm auf den Markt kam. Bis dahin galten Computer als ein Bereich für Spezialisten und Freaks. Nur sie konnten die Computer über Kommandos steuern, die für „Otto-Normalverbraucher“ unverständlich waren. Eine Maus und ein mit einer grafischen Arbeitsumgebung, die vorgab, ein Schreibtisch mit Uhr, Kalender und Papierkorb zu sein, machte den Umgang mit dem PC leicht. Nicht mehr das Steuern eines PCs stand im Vordergrund, sondern seine Nutzung.

Auch Microsoft verfolgte von Anfang an die Idee vom einfach zu bedienenden Computer. Das junge, 1975 in Seattle, USA gegründete Unternehmen verkaufte in den 80ziger Jahren hauptsächlich DOS Lizenzen. Die erste Version von Microsoft Windows kam 1983 heraus. Die grafische Arbeitsumgebung beruhte ebenfalls auf der , die durch die Maus bedient werden konnte. Es mussten keine Befehle mehr eingetippt werden. Durch die , die sich auf der Oberfläche öffneten, kam Windows zu seinem Namen.

Übrigens
Gorden Moore, ein Chip Forscher glaubte, dass sich die Leistungsfähigkeit und die Geschwindigkeit der Schaltkreise alle 2 Jahre verdoppeln würde. Bis jetzt haben seine Voraussagen fast genau gestimmt. Die Entwicklung zu immer handlicheren und leistungsstärkeren Geräten setzt sich fort.

1983 wurde die Microsoft Deutschland GmbH gegründet. Kurz darauf kam Microsoft Windows 1.0 mit einer zusätzlichen Eigenschaft auf den Markt: mit Windows 1.0 war es möglich, mehrere Programme gleichzeitig zu nutzen.

Doch weil es zuerst noch nicht viele Programme gab, begann Microsoft selbst Programme für Windows 1.x und für das 1987 herausgekommene Windows 2x zu schreiben. So ersetzte Microsoft Windows allmählich die Schreibmaschine und schließlich die ganze Büro-Organisation.

Die Microsoft Geschichte

Mit dem Windows 3.0 landete Microsoft einen Verkaufsschlager.
Dieses hatte eine überarbeitete grafische Oberfläche mit einer Auflösung von 640x480 und 16 Farben und es bot eine Onlinehilfe an. Gleich in den ersten sechs Wochen wurden Zwei Millionen Exemplare verkauft.
Der Erfolg und die Verbreitung von Microsoft Windows trugen wesentlich dazu bei, dass sich der PC generell als Arbeitswerkzeug durchgesetzt hat.

Übrigens
Windows 2.03 war das letzte Windows das man auf Disketten installieren konnte.

Etwas über Sicherheit und Zukunft von Computern
Hoch Runter

Computersicherheit
Inzwischen nutzen immer mehr Menschen einen PC. Durch das Internet, Computer und die Vernetzung von Computern können Menschen weltweit über Email, Chat und Foren, miteinander kommunizieren und Informationen austauschen. Man kann von zu Hause aus einkaufen und bestellen, aber auch arbeiten. Oder man nimmt sein Laptop zum Arbeiten mit ins Grüne. Computerprogramme und Spiele werden weiterentwickelt - so kann man mit Computern seine Freizeit gestalten: lernen, spielen und kreativ sein.

Mehr und mehr Menschen arbeiten mit einem Computer und speichern darin persönliche Daten oder Arbeitsergebnisse. Sie gehen ins Internet, um Informationen herunter oder hoch zuladen. So ist in den letzten Jahren das Thema Sicherheit immer dringlicher geworden! Wichtige Daten z.B. in Banken müssen geschützt werden.

Aber auch den eigenen PC muss man schützen. Ebenso wie sinnvolle Programme und Anwendungen entwickelt werden, bringen einige Leute schädliche Programme in Umlauf, „Computerviren“ oder „Würmer“ genannt. Computerviren können sich innerhalb von kürzester Zeit weltweit verbreiten. Sie setzen die befallenen PCs außer Gefecht und zerstören oft wertvolle Daten. Daher wird von Hard- und Softwareherstellern regelmäßig neue Sicherheitssoftware herausgegeben.

Computerviren
Computerviren

Die Zukunft der Computernutzung
Im letzten Jahrzehnt der Computergeschichte ergaben sich durch die Verbesserung der Software und der Leistungsfähigkeit der Schaltkreise viele neue Einsatzmöglichkeiten für Computer. Die einzelnen Bestandteile für Computer werden immer kleiner, schneller und billiger. Chips werden auch in vielen anderen Geräten verwendet und immer mehr Geräte kann man mit seinem Computer verbinden und steuern.

Viele Entwicklungen sind bei ihrer Entstehung in ihrer gesellschaftlichen Tragweite noch gar nicht zu begreifen. Die grafische und die Maus wurden anfänglich belächelt und als Spielzeug abgetan. Dabei hat gerade diese Entwicklung besonders viele Menschen erreicht. Sie alle träumen nun die großen Computervisionen mit: Den Traum vom denkenden Haus, welches allein die Rollläden öffnet, sich reinigt und den Kühlschrank füllt.

Die Vision vom Computer, der versteht, wenn man mit ihm spricht, so dass man nicht einmal mehr die Maus oder die Tastatur betätigen muss, um Programme zu bedienen ist noch unerreicht. Auch das Thema künstliche Intelligenz ist eine Zukunftsvision - Computer die lernen, denken und fühlen können, die vielleicht sogar ebenbürtige Partner des Menschen werden?

Übrigens
Übrigens: Garri Kasparow, der jüngste und beste Schachweltmeister wagte 1996 einen spannenden Versuch: Er spielte gegen den IBM Schachcomputer „Deep Blue“. Er gewann. IBM verbesserte das System vom Deep Blue und forderte Garri Kasparow ein Jahr später zu einem Rückspiel auf. Diesmal siegte Deep Blue.

Zusammenfassung

Jim findet, dass es einige Überraschungen in der Geschichte des Computers gibt: Wer hätte es sich zu Zeiten der Computerriesen vorstellen können, dass sich aus den rechnenden Ungetümen ein vielseitiges Werkzeug und Kommunikationsmittel entwickeln würde? Heute hat bald jeder einen Computer zu Hause.
Jill hat bemerkt, dass die Erfindung der grafischen sehr wichtig war. So wurde der Computer nicht nur für Freaks, sondern für alle interessant.
Von Computerviren oder Würmern haben Jill und Jim schon vorher gehört. Nun wissen sie, dass man vorsichtig sein muss und Antivirenscanner einsetzen kann.
Jill und Jim träumen von Computern der Zukunft die einem viel Arbeit abnehmen…

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