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Internetrecherche
Suchen und Finden im Internet
Jill ist völlig verzweifelt. Sie muss für Erdkunde eine Hausaufgabe zum Thema Bewässerung schreiben und wollte sich schnell ein paar Informationen aus dem Internet suchen. Nachdem sie „Bewässerung“ eingegeben hat, bekam sie so viele Daten, dass sie nun gar nicht weiß, welche sie zuerst anschauen soll. Sie kann doch unmöglich all die Webseiten durcharbeiten?

In dieser Lerneinheit erfährst du:

Was eine Suchmaschine ist und was sie sucht
Hoch Runter

Das Internet umfasst inzwischen so viele Seiten und Informationen, dass man alles darin finden kann – wenn man es kann. Sucht man im Internet nach Informationen, sollte man verschiedene Hilfen nutzen. Diese Hilfen teilt man in Kataloge, Suchmaschinen, spezielle Suchdienste und Misch-Maschinen ein. Bevor man mit der Suche beginnt, sollte man sich überlegen, welche der Suchhilfen sich für das Gesuchte am besten eignet.

Kataloge
Ein Katalog ist eine Liste, die von Redakteuren oder anderen Personen per Hand zusammengestellt wurde. Unter verschiedenen Schlagworten werden Webseiten mit entsprechenden Inhalten eingeordnet. Die Titel lauten dann in der Katalogsuche z.B.: „Auto“, „Reisen“ oder „Handy“.

Öffnet man den Katalog „Auto“, so findet man dazu weitere Themen wie „Autos & Caravan“, „Clubs“ oder „Kauf & Verkauf“. Auf diese Weise kann man sich immer weiter vom Allgemeinen ins Besondere vorarbeiten.

Jede Webseite hat im eine knappe Beschreibung ihres Inhalts. Über diese Beschreibungstexte werden sie in die Kataloge einsortiert. Einzelne Worte im selbst werden nicht berücksichtigt.

Spezielle Suchdienste und Meta-Suchmaschinen
Suchmaschinen wie search.msn.de bestehen aus drei Teilen.

Der erste Teil ist der „Informationssammler“, meist oder Crawler genannt. Der Crawler surft vollautomatisch durchs Internet und sammelt alle Daten, die er zu seinem Auftrag findet. Die schickt er dann als ungeordneten Datenhaufen an die Suchmaschine zurück.

Jetzt wird im zweiten Teil der Suchmaschine eine Software eingeschaltet die Index-Generator heißt. Sie ordnet den Datenhaufen: Die Websites werden nach bestimmten Kategorien oder Schlüsselwörtern aufgelistet.

Jede Suchmaschine geht an dieser Stelle ein wenig anders vor, um die Reihenfolge der Liste zu bestimmen.

Bei search.msn.de wird beispielsweise geschaut, wie häufig eine bestimmte Website mit anderen Websites über verbunden ist. Denn machen schließlich die Besonderheit des Internet aus.

MSN Suchmaschine
MSN Suchmaschine
Bei search.msn.de wird geschaut, wie häufig eine bestimmte Website mit anderen Websites über Links verbunden ist.


Aber auch die Sprache, in der die Website geschrieben ist, wird berücksichtigt. Websites die häufig aktualisiert werden, die viele Informationen enthalten und die vor allem mit vielen anderen Websites verlinkt sind, stehen hier in der Rangfolge weiter oben.

Im dritten Teil kommt eine weitere Maschine ins Spiel: der Abfrage-Server. Hier werden die gefundenen Daten mit den eingegebenen Suchbegriffen verglichen, ausgewertet und schließlich dargestellt.

In werden mehrere Suchmaschinen gleichzeitig abgefragt und die Ergebnisse aufbereitet. Bei speziellen Suchdiensten, wie Branchensuchmaschinen kann man genauer suchen. Für alle Suchmaschinen gilt: Sie interessieren sich nicht für Inhalte oder Bedeutungen von Worten, sondern suchen stur nach der eingegebenen Buchstabenfolge.

Misch-Maschine
Inzwischen beginnen viele Suchdienste, ihr Vorgehen mit dem eines anderen Dienstes zu verbinden. arbeitet z.B. mit zusammen. Funktioniert das Suchkonzept des einen Anbieters nicht, wird automatisch zum anderen Anbieter gewechselt, damit der Suchende auf jeden Fall ein Ergebnis erhält.

MSN bietet bei der Informationssuche auf andere Fundgruben an, auf die man zurückgreifen kann: In der MSN Encarta findet man z.B. zu Fragen über Geschichte, Erdkunde, Tiere etc. eine Antwort. Im Encarta Calculator kann man wiederum gut bei mathematischen Problemen nach Lösungen suchen.

Wissen, was man sucht
Beim Suchen im Internet kommt es jedoch nicht nur darauf an, den geeigneten Suchdienst zu finden, sondern auch die geeigneten Such-Worte. Bei einer Internetrecherche geht es nicht darum, irgend etwas zu finden. Das Internet ist so umfangreich, dass die Seiten kaum von den Suchmaschinen erfasst werden können. Es geht eher darum, das Gesuchte immer enger einzukreisen.

Wenn man z.B. Informationen zu einer bestimmten Musik sucht, macht es keinen Sinn, einfach „Musik“ in das Suchfenster einzugeben. Man sollte schon genau wissen, was man sucht, in welchem Zusammenhang das Gesuchte steht und welche Details man darüber bereits kennt. Denn diese Dinge erschaffen neue Begriffe, mit denen man den Suchbereich eingrenzen kann.

Gezielte Suche
Gezielte Suche

Finden, was man sucht
Hoch Runter

Wenn man in der Schulpause zu faul ist, selbst etwas zum Essen zu kaufen, bittet man einen Freund, der vielleicht sowieso ins Schülercafé wollte, etwas mitzubringen. Dazu formuliert man einen Auftrag. Sagt man: „Bringst du mir etwas zum Essen mit.“, so wird man alles Mögliche bekommen. Daher gibt man meistens genauere Anweisungen, beispielsweise: „Kannst du mir ein Käse- oder Wurstbrötchen mitbringen?“

TIPP
Für bestimmte Informationen zu einer Person, für E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Anschriften, gibt es Personenverzeichnisse. Manche Dienste haben sich auf E-Mail-Adressen, manche auf Telefonnummern oder Anschriften spezialisiert, wie z.B.:

t-info.de

Und, oder oder nicht
Ein Käse- oder Wurstbrötchen zu bekommen wird für den Freund kein Problem sein. Er wird in jedem Fall eines von beiden mitbringen. So reagieren auch Suchmaschinen. Gibt man Jacke ODER Hose ein, erhält man eine Menge an Daten, von denen man letztlich nur weiß, dass sie entweder Jacke oder Hose enthalten. Um das Suchfeld einzuengen, ist das also nicht die richtige Methode. ODER-Verbindungen sind nur sinnvoll, wenn das Gesuchte sehr selten ist.

Anders ist das mit der Verbindung UND. „Bringst du mir ein Wurst- und Käsebrötchen mit“, bedeutet nicht, dass man zwei Brötchen möchte, sondern eines auf dem Wurst UND Käse gleichzeitig ist. So jedenfalls interpretieren Suchmaschinen UND. Damit ist das Suchfeld kleiner geworden, denn alle nur-Käsebrötchen und nur-Wurstbrötchen gehören nicht mehr dazu.

Im Internet gibt man für „oder“ das englische Wort „or“ ein. Schreibt man einfach zwei Begriffe hintereinander, wird das von den meisten Maschinen auch als or gedeutet. „Käsebrötchen or Wurstbrötchen“ würde die Suche im Internet lauten oder "Käsebrötchen Leerzeichen Wurstbrötchen". Für „und“ wird ebenfalls das englische „and“ oder + verwendet. Für die Suchmaschine müsste man Käsebrötchen and Wurstbrötchen eingeben.

Die Aufträge für Suchmaschinen werden genannt. Damit man nicht soviel Buchstaben schreiben muss, kann man den mit Zeichen eingeben.

Suche eingrenzen
Suche eingrenzen

Noch mehr Zeichen
Manchmal besteht ein Suchbegriff aus zwei Worten, z.B. überbackenes Brötchen. Auch andere Begriffe wie italienische Mode werden erst durch die Wortzusammenstellung eindeutig. Diese Zusammenstellungen von Worten werden genannt. Die Verbindung wird durch das Einfassen in englische Anführungszeichen “…“ dargestellt. Auch nach Namen kann man so suchen, z.B. "Donald Duck" oder "Herr der Ringe". Zwischen Vor- und Nachname oder den zusammengesetzten Begriffen muss unbedingt ein Leerzeichen stehen.

Ein anderes praktisches Zeichen ist das , *. Es steht für eine beliebige Anzahl von Zeichen. Am Wortende eingesetzt, bedeutet das , dass das Wort beliebige Endungen haben kann. Gibt man Auto* ein, wird nach Automobil, Automat, Autoreisezug usw. gesucht.

Die Verbindungsworte, wie und/and , oder/or , die man für die Suche einsetzt, heißen . Nach kann man nicht suchen. Sie werden von der Suchmaschine ignoriert. Das passiert auch mit anderen Worten oder Zeichen, die zu häufig vorkommen oder die sich nicht richtig einordnen lassen. Nach „der, die, das“, aber auch Zeichen wie „$“ oder „&“ wird nicht gesucht. Man bezeichnet sie als Stopwords.

TIPP
In den Suchstrings dürfen zwischen den Zeichen keine Leerzeichen verwendet werden – außer man meint oder.

Feldsuche
Bei der Feldsuche verkleinert man den Suchkreis, indem man einen Bereich bestimmt und absteckt. Man könnte z.B. nur nach Bildern suchen. Aber auch Teile eines - Dokumentes wie die , der Hostname oder eignen sich zur Feldsuche. Sie haben alle ein gleiches Merkmal, nach dem die Suchmaschinen fahnden können. Das kann die Dateiendung sein.gif , das Erstellungsdatum oder Teile des - Codes wie <title></title>
oder <a href="…"> </a>.

Damit die Suchmaschine merkt, dass man eine Feldsuche starten möchte, muss man den vor dem Suchbegriff eingeben. Mit title:Schule werden alle Seiten gesucht, die das Wort Schule im Titel haben. Ob das Wort Schule im Text oder in vorkommt spielt keine Rolle. Auf diese Weise kann man sehr gezielt suchen.

TIPP
Alle Suchmaschinen, die Feldsuche unterstützen, haben auf ihren Hilfeseiten Listen mit Feldnamen und Möglichkeiten danach zu suchen.

Gefundenes beurteilen
Hoch Runter

Detektive im Krimi haben bei Fundstücken meistens ein Gespür oder untrüglichen Sinn dafür, ob es sich um wichtige Dinge handelt oder nicht. Im Internet findet man allerdings soviel Informationen, dass man nach Betrachtung der ersten zehn Seiten zum gesuchten Thema meistens schon gar kein Gefühl mehr hat.

Es gibt aber Möglichkeiten, aufschlussreiche Informationen über eine Webseite zu bekommen, ohne sie gleich durchzulesen. Dazu kann man sich die Suchergebnisse in der Detailansicht anzeigen lassen. Hier gibt es weitere Zusatzinformationen wie Titel, Erstellungsdatum, Inhaltszusammenfassungen usw. Wie viele und welche Details angezeigt werden, ist von Suchmaschine zu Suchmaschine ganz unterschiedlich.

TIPP
MSN bietet kostenlos ein Webbrowsertool zum Download an, mit dem man das Internet von jeder Site aus durchsuchen kann. Dazu gibt es Vorschläge und Dienste, die die Suche einschränken und sehr erleichtern.

http://toolbar.msn.de

Was verrät die URL?
Jedes im Internet hat eine eindeutige Netzadresse, die . Das ist die englische Abkürzung für „“ . Sie besteht aus drei Teilen und lautet beispielsweise: http://www.. de.

Aus der lässt sich eine ganze Menge ablesen. Der erste Teil, http:// bezeichnet die Art der Verbindung, genannt Protokolltyp. https:// bedeutet, dass die Verbindung über eine sichere Seite mit Verschlüsselung stattfindet. Andere Protokolltypen sind z.B. ftp:// , gopher:// oder news://.

Der zweite Teil, ist vom Betreiber frei wählbar. Es gibt daher Seiten mit Firmennamen wie www.microsoft.de, auf denen Informationen über das Unternehmen und seine Produkte gesammelt sind. Man findet jedoch auch Fantasienamen, Filmnamen oder Produktnamen. Unter www.kaesekuchen.de sind z.B. die unterschiedlichsten Rezepte für Käsekuchen aufgelistet.

Die Endung der , wird Top Level genannt. Durch diesen Teil kann man erkennen, zu welcher Gruppe die Webseite gehört.

TIPP
Jedes Land hat ‚seinen’ besonderen Ländercode:
.de = Deutschland, .fr = Frankreich, .uk = Großbritannien, .nl = Niederlande, .ch = Schweiz, .at = Österreich

.com ist die häufigste Endung im Internet. Sie wird international von sehr verschiedenen Anbietern genutzt.

.edu wird im englischsprachigen Raum, zunehmend aber auch international als Endung oder Teil der Adresse für Bildungseinrichtungen wie Universitäten benutzt.

.gov bezeichnet meistens amerikanische Regierungsbehörden.

.net wird international von verschiedenen Netzanbietern und verwendet.

.org meint meistens eine nichtkommerzielle Organisation. Manchmal sind es allerdings auch Firmen.

Zusammenfassung

Such ABC von Jill und Jim:

Was macht man …

A. …bei einem sehr besonderem oder seltenem Begriff:
Metasuchmaschinen nutzen, verschiedene Wordzusammensetzungen probieren, unerwünschte Begriffe ausgrenzen -, mit verwandten Begriffen verknüpfen +.

B. …bei einem speziellen Thema und einem speziellen Begriff:
Das Thema und der Begriff müssen in einer Suchmaschine verknüpft werden.
Dazu kann man eine Begriffsammlung erstellen. Vielleicht gibt es einen Katalog zu dem Thema, in dem man nachschauen kann. Auch Überlegungen, wer solche Informationen anbietet, können weiterhelfen.

C. …bei einem häufigen Begriff
Am besten nimmt man kurz einen Stift und schreibt sich alle Worte auf, die mit dem Suchbegriff in Zusammenhang stehen. So kann man sinnvolle Verknüpfungen in eine Suchmaschine eingeben. Ein häufiger Begriff kann jedoch auch gut in Katalogen nachgeschlagen werden.

D. …wenn man ein Detailthema sucht
Ein Detailthema steht in einem größeren Zusammenhang. Durch die Kombination von Begriffen die sich ein- oder ausgrenzen lassen kommt man weiter.

E. …bei einem allgemeinen Thema
Man schaut in Katalogen nach, bis man den entsprechenden Zweig gefunden hat. Dann kann man sich Ebene für Ebene an diesem Zeig weiter vorarbeiten. Eine andere Möglichkeit ist es, das Thema mit verschiedenen Schwerpunkten in einer Suchmaschine zu verknüpfen.

F. …wenn man offizielle Informationen braucht
Bei dieser Art Information geht es nicht nur um den Inhalt der Information. Wichtig ist, dass es sich um eine überprüfbare und verlässliche Quelle handelt. Daher sucht man nach Verbänden, Institutionen, Parteien usw. Meistens wird man in Katalogen oder beim InterNIC fündig.

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